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Schafe und Hütehunde

Heute wieder ein sehr sehr langer Tag. Direkt nach dem Aufstehen wiedermal für die Kundschaft gewerkelt, dann statt Mittagspause den Garten aufgeräumt, danach den Hochdruckreiniger gehimmelt (das Ventildings im Handgriff ist von vorne bis hinten gerissen), und schließlich doch noch Zeit gefunden, eine Stunde den Hausberg hoch zu laufen. Da oben gibt es Schafe. Schaaaafeeeee! Ich mag Schafe, das kann ich nicht oft genug sagen.


Habe mich gerade in die typische Fotografiepose geworfen, da kommen die beiden Herdenschutzhunde angerannt. Die sind GROß! Das sind richtig große Hunde! Und LAUT! Wuff wuff wuff! Als ob ich der Wolf wäre. Habe mich dann sehr langsam aber doch irgendwie schnell rückwärts vom Zaun weg bewegt, bis die beiden sich beruhigt hatten.


Aber schon cool, dass die beiden ihren Job so ernst nehmen. Die müssen irgendwo auf der anderen Seite der Weide hinter dem Hügel gesessen haben, denn ich hatte die vorher überhaupt nicht auf dem Schirm. Aber sie mich. Ob die mich gerochen haben oder was weiß ich...

Ansonsten: Überall in der Gegend hängen Wollreste rum. Man kann tatsächlich nachvollziehen, auf welchen Weiden die Schafe dieses Jahr schon waren. Und Wolle im Stacheldraht sieht extrem witzig aus.


Danach dann noch ein paar andere interessante Dinge fotografiert, zum Beispiel eine Feder und ein paar kleine Füchse. Schmetterlinge sind auch cool, fast so wie Schafe. Nur die halten meist nicht so schön still.


Übrigens alles bis hierher heute mit dem Nikkor 200mm gemacht. Weiß nicht, wieso, es hat sich halt so ergeben. Aber dann doch noch das 50er drauf gemacht, für die Magnolien brauchte ich kein Tele. Die stehen schon in voller Blüte, es ist also endgültig Frühling. OK, es waren heute bestimmt auch schon 18°. Richtig warm. Deswegen hab ich ja auch den Garten aufgeräumt und Tisch und Stühle abgewaschen. Und den Hochdruckreiniger gekillt! ;-)


Und an der Bushaltestelle noch schnell die Osterglocken mitgenommen, wie jedes Jahr. Ostern ist aber noch gar nicht. Auch hübsch.

So, und dann Abends noch den Rest für die Kundschaft fertig gemacht. Cool, wieder Menschen glücklich gemacht. Und Domainumzüge gehen heutzutage so einfach. Keine Faxe mehr! Faszinierend! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 129: Uckerather Wald

Film: Fomapan 100 #28, Kamera: Minolta Dynax 5 / Minolta AF 50mm, 23. September 2021

Navigation: 129, 130, 131

Heute mal ein paar s/w-Bilder, die mit Js Dynax 5 entstanden sind, und zwar der halbe Film, den ich damit belichtet habe, bevor ich die Blende im 50mm gereinigt habe. Habe nämlich erst anhand dieser Bilder gemerkt, dass da was nicht stimmt. Die erste Hälfte des Films ist nämlich extrem überbelichtet, weil die Blende zu langsam geschlossen hat, bevor ich das verharzte Öl davon entfernt habe. Die hatte J nämlich hauptsächlich im Programmmodus aufgenommen und der wählt naturgemäß relativ große Blendenzahlen. Hingegen fotografiere ich ja grundsätzlich mit relativ weit offenen Blenden, da fällt das nicht so auf.

Als erstes haben wir da eine Bank im Uckerather Wald. (1/45s, f/1,7.) Auch wenn die Bank nicht ganz scharf ist - einerseits aufgrund der langen Belichtungszeit, die mich ein bisschen hat verwackeln lassen, andererseits wegen der vollständig offenen Blende und des dadurch sehr schmalen Schärfebereichs -, gefällt mir dieses Bild schon direkt mal sehr gut. Ich steh ja auf Bokeh, das sollte ja bekannt sein, und dieses Bild liefert maximales Bokeh. Der Wanderweg verschwindet praktisch völlig in einer recht weichen und cremigen Unschärfe. Hübsch. Die Belichtung ist hier vor allem spot-on, das Bild wird halt nicht durch eine verölte Blende beeinflusst.


Gleiches gilt für das zweite Foto: Eine vom Pilz befallene Birke. (1/45s, f/1,7.) Durch den geringen Abstand vom Motiv wird der Hintergrund praktisch komplett unscharf. Die Blendenbälle werden hier zu den Ecken hin leicht linsenförmig verzerrt, was mir auch sehr gut gefällt. Trotzdem ist das eigentliche Motiv extrem scharf. Die ersten beiden Bilder geben also schon mal einen sehr guten Eindruck davon, was dieses doch recht günstige 50mm zu leisten vermag.

Das Problem mit einer trägen Blende ist auch, dass - wenn sie weit offen stecken bleibt - die Bilder nicht nur überbelichtet sind, sondern auch Schärfe vermissen lassen. Bei diesem Ast mit Flechte ist das besonders deutlich sichtbar, vor allem weil ich noch eine Nahlinse davor geschraubt hatte. (1/30s, f/4.) Ich mein, der dadurch erzielte Effekt sieht erstaunlich gut aus, aber war definitiv so nicht geplant. Mehr Schärfe wäre hier sicher hilfreich gewesen.


Das Farnblatt war ein bisschen weiter weg und dementsprechend fällt die fehlende Schärfe gar nicht so sehr auf. (1/250s, f/4.) Bis auf die Fehlbelichtung sieht es fast wie gewollt aus. Die gefiederten Blätter sind sehr scharf und kontrastreich, trotz der zu großen Menge Licht, die hier den Film belichtet hat. Ebenfalls ein ganz interessantes Bild.

Erstes Fazit: Das Objektiv kann was, aber in dem verschmutzten Zustand war es nicht auf dem Zenit seiner Leistungsfähigkeit.

Nächstes Mal: Eine Fahrradtour über Lichtenberg und Adscheid bis nach Blankenberg. Die Dynax ist klein und leicht genug, dass man sie einfach mal eben so mitnehmen kann.

Seligental und Talsperre

Heute wollte ich mich mal weniger bewegen: Vom Fahrradfahren tun mir noch immer die Beine etwas weh. Soviel zu "es langsam angehen lassen!" Deswegen die paar Kilometer bis zur Talsperre tatsächlich mit dem Auto zurückgelegt. Der Sprit ist gerade so billig! :-D Dort angekommen zuerst unten in Seligental geparkt und ein bisschen am Wahnbach entlang gelaufen. Von der Brücke aus wollte ich Fotos machen, greife nach der Kamera, der Trageriemen bleibt am Objektivdeckel hängen, zack, liegt der unter der Brücke im Wasser! Toll gemacht, Herr B.! Musste also erstmal durch das Wasser staksen wie so ein Storch, um den wieder raus zu holen. Zum Glück war der Wasserstand nicht so besonders hoch, dass ich ihn auch direkt wiederfinden und rausfischen konnte.


Ansonsten: Frühling. Die Buschwindröschen blühen schon. Schön. Wenn auch nicht ganz einfach zu fotografieren, weil die in der gleißenden Sonne extrem überbelichtet werden. Außerdem ist es unerwartet stürmisch gewesen, sodass die sich die ganze Zeit bewegt haben und dementsprechend in einigen Bilder ein wenig verwackelt rüber kamen.



Bevor wir dann weiter zur ehemaligen Klosterkirche sind, habe ich noch die üblichen Wanderwegwegweiser mitgenommen. Kann ich mich ja nie zurückhalten, muss ich ja immer fotografieren. Man muss ja dokumentieren, wo der Siegtalwanderweg überall ist! ;-)


Durch das vergitterte Loch in der Mauer habe ich dann noch schnell den Innenraum der Kapelle fotografiert, bevor es an dem weißen Haus vorbei zur eigentlichen Kirche ging. Die ist von innen ja besonders hübsch, finde ich. Tolle Motive da drin. Immer, wenn ich hier vorbei komme, schaue ich, ob die Tür offen ist, denn drinnen kurz verweilen lohnt sich wirklich.


Von hier aus dann den Berg hoch zur Talsperre. Von der Sperrmauer aus hatte man dann einen guten Eindruck davon, wie windig es tatsächlich heute war: Auf der im Vergleich doch recht kleinen Talsperre türmten sich gigantische Wellen auf. Also, so 15 cm hoch oder so! ;-) Also, fast wie Ostsee bei Windstille! :-D Aber immerhin, mir fehlen die Wellen und das Meer. Muss dringend mal wieder an die Nordsee...



Um das mal genauer zu dokumentieren, habe ich dann noch ein paar Videoschnipsel gemacht, in denen man die an den Damm klatschenden Wellen in Bewegung sehen kann. Auf den Fotos sieht das zwar vielleicht spektakulärer aus, weil die die Bewegung einfrieren können, aber bewegte Wellen sind schon was anderes.


Der Wind stand so, dass die Flugzeuge vom Flughafen aus direkt über die Talsperre geflogen kamen und hier in die entsprechende Richtung, in die sie eigentlich wollte, abgebogen sind. Leider habe ich nur Fotos von dieser einen FedEx-Maschine machen können, denn dann kam keine mehr. Wollte das nämlich eigentlich auch mal gefilmt haben.



So, und jetzt bin ich trotz nur mäßiger Bewegung irgendwie total platt. Muss am Wind liegen. Und hungrig! Muss am Wind liegen. Und heuschnupfig! Muss definitiv am Wind liegen! ;-)

Mit dem Rad bis Brückberg

Echt gigantisches Frühlingswetter und nachdem ich Nachmittags mal tatsächlich nichts vorhatte, habe ich das Fahrrad genommen und los! Mein primäres Ziel war der Fahrradladen in St. Augustin, denn ich wollte mal nach einer Fußluftpumpe suchen, die nicht total kaputt ist (so wie meine). Vorweg: Habe aber nur ein seltsames Modell gefunden, dass auch noch 50 Euronen kosten sollte. Muss ich meine also noch mal wieder kleben. Immerhin habe ich meine Reifen mit der zur Verfügung stehenden Druckluft mal wieder auffüllen können.

Auf dem Weg dahin habe ich kurz hinter der Schule in Dingsbums halt gemacht. Stossdorf. So heißt das da. Da hing dieser hübsche Kaugummiautomat und sowas fotografiere ich ja immer. Drum herum ist es auch ganz interessant, also für Fotos. So wirklich spannend ist halt anders. ;-)


Ich bin übrigens nur hier vorbei gekommen, weil man mal wieder nicht durch die Unterführung an der A3 durch kann, wo sie am Kieswerk vorbei geht. Muss man mal wieder einen Umweg fahren. (Spoiler: Auf dem Rückweg hatte ich das natürlich längst wieder vergessen und da stehen auch weit und breit keine Schilder - also zumindest nicht früh genug, dass man ausweichen könnte -, bin ich ganz dreist und illegal trotzdem da durch. Da da ja eh keiner an einem Freitag Nachmittag arbeitet: Auch egal!)

Danach um die Ecke noch beim Quadenhof angehalten, genauer gesagt am Jesus mit Kreuz kurz davor (oder dahinter, wie man es auch immer sehen mag). Hier habe ich mich dann mal so richtig ausgetobt, irgendwann muss ich ja schließlich die SD-Karte - und damit auch die neue, riesige externe Festplatte - voll kriegen! ;-) Außerdem habe ich in letzter Zeit viel zu wenig Fotos gemacht, finde ich ja. (Als ob.)


Besonders die Knospen und Blüten und Gedöns der Bäume hatten es mir hier angetan, weil man im Hintergrund schön den Jesus oder die Leuchtschrift vom Quadenhof einbauen kann. Übrigens hatte ich mal wieder die Minimalausrüstung dabei: Das 50mm und das 135mm E. Mehr braucht man eigentlich auch kaum, finde ich ja. Vor allem mach das 135er wirklich erstaunlich gute Bilder, auch wenn es aufgrund seiner langen Brennweite und relativen Lichtstärke sehr frickelig zu fokussieren ist.

Nachdem ich dann in St. Augustin gewesen bin, wo ich tatsächlich genau null Fotos gemacht habe, bin ich noch ein Stück weiter, dann über die Sieg und weiter an der Agger entlang, bis ich bei Brückberg sowohl den Fluss als auch die Schnellstraße mit Hilfe von Brücken gekreuzt habe. Auf der anderen Seite dann möglichst schnell raus aus dem Feierabendverkehr und rein ins Wohngebiet, wo ich an den beiden Kirchen vorbei bin. Die eine hatte zwei dicke Möwen auf dem Kreuz sitzen.


Die andere ist nicht so gut einsehbar und ich wollte nicht noch eine Schleife fahren, um das Licht aus der anderen Richtung einzufangen, weil ich schon so viel unterwegs gewesen bin. Musste auch mal langsam an den Rückweg denken. Aber das kleine Kinderfahrrad vor der Kita musste ich definitiv noch mitnehmen. Ein paar Sekunden später, während ich noch die Bäume fotografierte, kam dann so ein Mini-Mensch mit Mama raus und stieg da direkt voller Begeisterung drauf. Da musste sogar ich lächeln. ;-) Kinder sind tatsächlich noch begeisterungsfähig. Wann geht einem das eigentlich verloren?


Spannend fand ich hier mal wieder das fraktale Muster im Baum. Solange keine Blätter an den Ästen sind, kann man das tatsächlich sehr gut sehen.

Dann aber den kürzesten Weg heim genommen, auf dem ich dann noch in Siegburg selbst an diesem riesigen Kirchturm vorbei gekommen bin. Da hab ich mir gedacht: Hab heute schon so viele Türme fotografiert, dann kann ich an diesem ja nicht einfach vorbei fahren. Vor allem, weil genau in dem Moment die tatsächlich extrem laute Glocke los ging! Bin fast vom Fahrrad gefallen!


Auf dem Weg durch Hennef dann noch kurz im Discounter ne Packung Fischstäbchen mitgenommen. Denn nach so viel Fahrrad (fast 32 Kilometer) war an "echtes" Kochen nicht mehr zu denken, weder zeitlich noch wegen der plattgestrampelten Füße. Ich fürchte nur, dass ich jetzt dreimal so viele Kalorien zu mir genommen habe, wie ich zuvor verradelt habe... Mist. Vielleicht hätte ich die Fritten weg lassen sollen! ;-)

Einkauf, Friedhof, Defekte Festplatte

Heute war wieder einer dieser ewig langen Tage, die man am Besten komplett meiden sollte. Erstmal bin ich viel zu früh wach gewesen und konnte dann nicht mehr einschlafen. OK, das hatte den Vorteil, dass ich schnell noch die externe Festplatte soweit wie vorgesehen leeren konnte, bevor ich die nach Seelscheid mit schleppe. Die alten Backups vom Sauserver braucht man da nun wirklich nicht und außerdem passen dann mehr Fotos drauf. Soll ja meine Remote-Foto-Backup-Platte werden.

Dann alles eingepackt und in Seelscheid die alte Medion HDDrive 2 Go mit ihren mageren 1,5TB abgeklemmt und dafür stattdessen die Toshiba Canvio Desk mit wahnsinnigen 3TB angeschlossen. Die ist gerade mal halb so alt, kann USB 3.0 und war bisher auch immer recht zuverlässig. Das ist mit der Medion-Platte nämlich immer so eine Sache gewesen: Die hat ja von Anfang an immer ein bisschen rum gesponnen. Hätte sie damals direkt zum Aldi zurück bringen sollen... Was man auch wieder direkt gemerkt hat, als ich die dann an das Notebook angeschlossen habe, um die paar Dateien (so ca. 25 GB), die noch nicht auf die Toshiba gesynct waren, rüberzuschaufeln. Bei bestimmten Dateien bleibt sie hängen, liest die gefühlte 42 Mal ein und entscheidet sich dann doch dafür, dem Windows ein "kann ich nicht lesen" zu schicken. Hab sie dann mal werkeln lassen, aber nachdem ich vom Einkauf, Zahnarzt und Friedhof zurück war, und sie noch immer gerade mal ein Viertel der gewünschten Daten kopiert hatte, habe ich es dann gelassen und sie einfach mal mit genommen. Jetzt hängt sie hier am Notebook und ich lasse das Windows XP in der VM mal "schnell" ein chkdsk machen. Bringt eh wieder nix. Weiß ich doch jetzt schon. Werde wohl nicht drumherum kommen, die neu zu formatieren (mit badblocks) und selbst dann sollte ich sie vielleicht langsam mal dem Mülleimer zuführen. Vorher vielleicht noch mal mit smartctl einen SMART-Test machen, vielleicht findet der ja was.


Egal. Da ich heute nicht nur wieder über Technik reden wollte, hier noch ein paar Fotos von den Frühlingsblumen, die wir auf dem Friedhof abgestellt haben. Die Gärtnerei, bei der wir normalerweise Blumen kaufen, hatte mal wieder Mittagspause. Ich muss mal meine Google-Macht als lokaler Dingsbums ausnutzen und die richtigen Zeiten da eintragen! Wir standen da schließlich nicht zum ersten Mal vor der Tür und keiner war da.


Soviel dazu. Ansonsten mache ich mir jetzt mal was zu Essen, der kleine Hunger meldet sich. Am Besten mit der Fliegenklatsche drauf hauen! ;-) (Eigentlich sollen Werbefiguren ja Sympathien hervorrufen, aber bei dem nervigen kleinen Scheißer wollte ich schon in den 1990ern zur Bazooka greifen! :-D)