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Tofugemüse

Heute noch mal wieder ein Eintrag zum Thema Essen. Muss auch mal wieder sein. Als wir letzten Monat in Kassel waren - man glaubt es kaum bei diesen Temperaturen, aber da hatten wir gerade einen heftigen Wintereinbruch mit Schnee und Gedöns -, hat U lecker für uns gekocht und das habe ich jetzt leicht abgewandelt versucht nachzukochen. Dafür habe ich als erstes mal eine ganze kleine Aubergine gestückelt, dazu noch eine kleine Zucchini, drei Möhren und eine Paprika. Den Tofu habe ich klein geschnitten und mit einer grob gewürfelten Zwiebel in Hoisin-Soße mariniert, verfeinert mit etwas Szechuan-Soße.


Das Ergebnis was sehr sehr sehr lecker und es ist noch genug übrig, um da von noch mal zu essen. Und sieht auch erstaunlich gut aus. Also, finde ich jetzt. Vor allem nach dem vielen Grillgut, das wir in den letzten Tagen vernichtet haben, war so ein veganes/vegetarisches Essen mal eine tolle Abwechslung.

Wahner Heide

Gutes Wetter führt zu: Schöner Spaziergang. Nachdem alles andere erledigt war, schnell noch einmal durch die Wahner Heide gewandert. Da da ja mittlerweile so gut wie alle Wege gesperrt sind, muss man praktisch die große Runde gehen, weshalb es leider etwas länger geworden ist. Angefangen haben wir am üblichen Parkplatz, von dem aus es rein in die Heide bis zum umgestürzten Baum ging.


Danach dann hoch zum Telegraphenberg, wo drei Patronen Übungsmunition - hoffe ich doch wohl, ich kenn mich damit nicht aus - rum lagen. Die sah schon ziemlich rostig aus. Frage mich echt, wer die ausgebuddelt und da hingelegt hat. Muss man sowas melden? Bevor da irgendwelche Kinder mit spielen?


Währenddessen haben sich aus den Bäumen über uns diverse Raupen abgeseilt. Eine gute Gelegenheit, die Nahlinse drauf zu schrauben. Und dann auch noch ein bisschen aus dem fertigen Bild auszuschneiden.

Danach dann noch mal ein bisschen den Turm fotografiert. Und die Leitplanke unten drumherum. Hatte heute keine s/w-Kamera dabei, habe mittlerweile hier 5 Filme zum Scannen rum liegen, noch einen in der Entwicklung, und was weiß ich wie viele, die ich hier noch einstellen muss, die schon gescannt sind, da kann ich nicht noch mehr verballern! ;-) Aber an dieser Steller hätte ich vielleicht mal wieder einen gebraucht. :-D


Um die Ecke steht dann noch der alte Bunker, das sollte von meinen vielen Einträgen zum Thema Wahner Heide ja mittlerweile bekannt sein. Hier ist aber tatächlich mal was Neues zu berichten: Der eine Stamm der Birke ist umgefallen. Da fragt man sich, ob da einer versucht hat, einen Maibaum zu klauen und sich dabei etwas übernommen hat. In der Heide ein paar Meter weiter lag noch ein weitere. Vielleicht wars ja auch nur der Sturm, aber. Man weiß ja nie.

Ansonsten: Der Ginster blüht. Heftig. Alles ist gelb. Ein gelbes Meer von Ginsterblüten. Hübsch. Aber ich hätte da dann auch mehr Insekten erwartet. Keine Ahnung, wo die sich rum treiben. Obs am Klimawandel liegt oder der Dingsbum-Milbe oder ob denen das Wetter einfach nicht gefallen hat oder der starke Flugverkehr...?


Dann noch ein bisschen den Lehrpfad entlang gelaufen. Gibt es da auch eine Vollweg? Hoho-haha! Sollten da nicht Schilder und sowas rum hängen. Habe den Eindruck, dass da wer was hat mitgehen lassen. Ich meine mich jedenfalls zu erinnern, dass es hier mal welche gab. Da waren jedenfalls auch Pfähle, die so aussahen, als gehörte da was dran.


Apropos Flugverkehr: Ganz viel Ryanair. Man sollte ja meinen, dass kleinere Maschinen weniger laut sind, aber ich hatte den Eindruck, dass die heute besonders viel Radau gemacht haben. Gut, die sind da in der Heide auch ein bisschen niedriger als bei uns überm Haus, aber da fliegt einem ja echt das Trommelfell weg.

Andererseits, dem Rotkehlchen scheint es ja nicht viel ausgemacht zu haben. Das setzte sich da auf den Pinn vor uns hin und fing an zu singen. Niedlich. Aber auch etwas zerzaust. Ist gerade die Zeit für Mauser? Leider hat es uns nicht viel näher ran gelassen, sodass ich mit dem 200mm doch etwas weit weg war. Hätte dringend was Längeres gebraucht. Vielleicht den Konverter mitnehmen sollen.


So, und jetzt muss ich ganz dringend duschen. Weil, nicht nur Pollen und Staub, auch *flüster* unangenehme Gerüche! Es war mit knapp unter 30°C nämlich tatsächlich ziemlich warm und schwül! Und nach 12.000 Schritten ist man dann doch ein bisschen matschig. ;-)

Leningrad 4 Belichtungsmesser

Und zu guter Letzt noch ein Stück antiker Ostblock-Technologie: Ein passiver Selen-Lichtmesser. Sowas wollte ich ja schon immer mal haben, weil ich ja doch recht häufig mit Kameras unterwegs bin, die keinen eingebauten Belichtungsmesser haben, bzw. einen defekten. Außerdem finde ich diese Dinger ja unglaublich retro-chic.


Bei diesem Exemplar handelt es sich um einen voll funktionstüchtigen Leningrad 4, der nun wirklich nicht viel kann. Die Diffusor-Scheibe fehlt leider, sonst könnte er auch Umgebungslichtmessung, aber ich denke, da werde ich wohl irgendwo ein passendes Stück Milchglas oder entsprechendes Plastik finden, das den selben Zweck erfüllt.

Ansonsten hat er am Rand einen Schalter, mit dem man die Lochplatte vor dem Sensor weg ziehen kann und so den vollen Empfindlichkeitsbereich ausnutzen kann. Ansonsten ist das Gerät komplett manuell: An der einen Seite stellt man die Filmenpfindlichkeit ein, dann überträgt man den angezeigten EV von der Messskala auf das Rechenrad und schon bekommt man passende Zeit-Blenden-Kombinationen angezeigt. Simple, aber effektiv. Und funktioniert ohne Batterie.


Also, zumindest glaube ich, dass. Ich habe bisher noch nicht geschaut, was sich hinter dem Schraubverschluss auf der Rückseite verbirgt. Der ist so abgenudelt, dass ich mich nicht getraut habe, den zu öffnen. Soweit ich aber weiß, sollten die alten Selenzellen-Messer völlig ohne zusätzliche Batterie auskommen. Ah, es gibt eine Anleitung an der üblichen Stelle! Das ist die Justage-Schraube für die Kalibrierung, dann ist ja alles klar.

Da man damals (und wohl auch heute noch in der ehemaligen UdSSR) lieber mit Normen nach GOST statt nach ISO gerechnet hat, muss ich hier ansonsten bei der Filmempfindlichkeit auf ASA/DIN arbeiten: Also 21° einstellen für einen ISO 100 Film, entspricht GOST 90! ;-) Jaja, der Krieg der Normen, nirgends war er so allgegenwärtig wie im Ost-West-Konflikt.


Zuerst gebaut wurde dieses Modell um 1965, wenn man dem Internet glauben darf, und die Produktion lief bis in die späten 1970er. Der Export fand statt durch Mashpriborintorg, so steht es in der Anleitung. Das kann ich beim besten Willen nicht aussprechen. Wer das Ding tatsächlich hergestellt hat, kann ich nicht feststellen.

Insgesamt ein sehr interessantes Gerät, das ich demnächst mal mit auf Foto-Safari nehmen werde, wenn ich wieder eine messerlose Kamera testen will. Bis dahin muss ich aber wie gesagt noch ein passendes Stück milchiges Plastik finden, das ich als Diffusor einsetzten kann.

Wanderung im Plesital

Ein kleiner Spaziergang durchs Pleistal ist immer wieder spannend. Da gibt es alle möglichen Dinge zu sehen, zum Beispiel diese entzückenden kleinen Lämmer in allen möglichen Farben: Schwarze, Weiße, Gepunktete, alles dazwischen! So niedlich! Und lecker! ;-)


Danach dann ein bisschen auf der Bank gesessen, auf deren Rückseite dieses große blaue Graffiti prangt. Da, wo auch diese geschwungenen Bänke bei den Bäumen stehen. Schön, bei Offenblende mit der 35mm. Gegenüber stehen die Spargelspinnen auf dem Spargelfeld, da habe ich auch noch mal ein paar Bilder gemacht.


Dann weiter den Weg nach Süden gegangen. Da hat der BUND eine kleine Restauration eingerichtet, wo es Waffeln und Infomaterial gibt. Ein ganzer Haufen Pamphlete zum Thema Naturschutz und sowas. Da steht auch dieses busartige Dingsgerätfahrzeug mit dem Wurm drauf.


Dann durch das kleine bisschen Wald geschlichen, das es da gibt, um so die Runde zu komplettieren und zurück zur Mühle zu gelangen. Diesen Feldweg haben wir noch nie genommen, glaube ich zumindest. Da kommt man dann an diesem Schaltkasten raus, bei dem man nicht parken darf, aber jeder es tut. ;-) (Die Gegend war früher mal voller Caches, deswegen kennen wir uns da etwas besser aus.)


So, und ich bin so platt, dass ich nicht weiß, was ich machen soll. Müsste duschen. Aber keinen Bock. Müsste schlafen. Aber viel zu viele Flugzeuge. Morgen bei der Mutter die Gemüse kürzen, die vor ihrem Fenster alles Licht weg nehmen. Ist ja auch wichtig.

Angegrillt!

Das Wetter war erstaunlich gut - nachdem ja eigentlich Regen angekündigt war -, daher haben wir uns dann kurzentschlossen doch noch den Grill hervor geholt und ein richtig großes Feuer gemacht. Ein GROSSES Feuer! EiN FeUeR1!1! "Zu... viel... Grill... -anzünder... Nee, das Konzept sagt mir nichts!" :-D

Ansonsten das frisch reparierte Dreibein oben drüber und dem frisch geputzen Grillrost dran gehängt. Hatte ich erzählt, dass ich letztens gelernt habe, dass man mit einem Stahlbohrer auch Metall bohren kann?


Nebenbei mal wieder die verscheidenen Weißbier-Mixe probiert: Exhibit A ist durchaus trinkbar und irgendwie sogar lecker, aber Exhibit B ist viel zu süß! Viel! Zu! Süß! Also für ein Bier. Für einen Sirup genau richtig! ;-)

Ansonsten den üblichen Salat zum Grillgut: Der Zaziki war ja noch vom letzten "normalen" Salat übrig, ebenso die Feta-Würfel. Alles andere ist ja schnell gemacht. Dazu Schweinebauch und -nacken, lecker. Und völlig kalorienfrei! Aber man kann ja nicht immer gesund leben, hin und wieder muss man auch mal Fett und so! ;-)


So, und jetzt hab ich eine leichte Rauchvergiftung. Erstmal duschen. Ach ja, und glücklicherweise war schon alles wieder rein geräumt, als plötzlich der Wolkenbruch losging und jetzt die Restkohle in einer sehr ekeligen Suppe schwimmt! Bäh.